Jahresauftaktbesuch im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt
Die Bilder werden nicht vergessen werden: Am 20.12.24 raste Taleb A., 53, Arzt und ursprünglich aus Saudi-Arabien, über den Magdeburger Weihnachtsmarkt und riss 6 Menschen in den Tod. Mehr als 700 Menschen wurden verletzt, viele schwer. Unzählige habe diesen Terrorakt beobachtet, waren Zeuge, Retter oder Helfer.
Was macht solch ein Erlebnis mit Menschen? „Ein solch schwerer Vorfall kann eine akute Stressreaktion auslösen. Das kann eine extreme physische oder psychische Belastung sein, die über lange Zeit erhalten bleibt. Deshalb muss den Betroffenen schnell geholfen werden“ ,sagt Prof. Dr. Dietmar Enderlein.
Der Gründer und Vorstandsvorsitzender der MEDIGREIF Unternehmensgruppe hat ein besonderes Verhältnis zu Sachsen-Anhalt, denn Kliniken in Vogelsang, Burg, Neindorf oder Dessau Roßlau gehörten einst zur Unternehmensgruppe.
„Wir alle sind entsetzt über diese Tat und möchten als Unternehmensgruppe unsere Kompetenz anbieten“, so Prof. Enderlein. Daher kam es am 27. Januar im Magdeburger Ministerium zu einem Treffen zwischen Sachsen- Anhalts Ministerin für Gesundheit, Arbeit, Soziales und Gleichstellung, Petra Grimm Benne, und Prof Dr. Enderlein. Nach einer herzlichen Begrüßung und dem Austausch über die Entwicklung der Krankenhauslandschaft erläuterte Petra Grimm Benne den Aufbau der Hilfsstrukturen für Betroffene. Es gebe nunmehr einen Runden Tisch, der alle Maßnahmen koordiniere. Sei es für Betroffene bei der Polizei, bei Helfern und Rettern oder bei Betroffenen oder Zeugen. Es gehe um die seelischen Folgen, die langwierig sein können.
Die Ministerin bedankte sich für die Initiative der MEDIGREIF Gruppe, das Angebot der Hilfe sei herzlich willkommen. MEDIGREIF steht für Kompetenz in Psychosomatik und Akutbehandlung. Zwei Inselkliniken, die Häuser Gothensee und Kulm, nehmen bis zu 6.000 Patienten jährlich auf.
„Wir werden die Vakanzen schaffen, wenn Sachsen-Anhalt unsere Hilfe benötigt“, so Prof. Dietmar Enderlein. Die Ministerin bedankte sich für den konstruktiven Austausch und das konkrete Hilfsangebot. Die nächsten Schritte sind gemeinsam besprochen.
Zum Abschied übergab Prof. Enderlein sein Buch „Kraft für zwei Leben“. Gebündelte Lebenserfahrungen, in denen die Ministerin blättern wird, das hat sie versprochen.
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