Wie vielfältig Gesundheitsversorgung, Bildung, Pflege und Innovation unter einem Dach gelebt werden können, davon überzeugte sich die Präsidentin der Greifswalder Bürgerschaft, Prof. Madeleine Tolani, bei einem ganztägigen Besuch der MEDIGREIF Unternehmensgruppe. Ziel ihres Besuchs war es, sich ein umfassendes Bild von den Herausforderungen, Zukunftsplänen und Möglichkeiten eines der größten Gesundheits- und Sozialverbünde der Region zu machen.

  

Auftakt auf dem MEDIGREIF Campus in Greifswald

Pünktlich um 9 Uhr wurde Prof. Dr. Tolani bei sommerlichen Temperaturen im Konferenzraum der Geschäftsführung auf dem MEDIGREIF Campus in der Pappelallee herzlich von Geschäftsführer Prof. Dr. Dietmar Enderlein, Geschäftsführerin Katja Enderlein und Marketingleiter Sebastian Nommensen begrüßt. Bei frischem Kaffee und kühlen Getränken entwickelte sich schnell ein offener und angenehmer Austausch.

Prof. Tolani zeigte sich erfreut, dass ihre Reihe geplanter Unternehmensbesuche in Greifswald ausgerechnet bei MEDIGREIF beginnt. Als seit 1990 kontinuierlich gewachsene Unternehmensgruppe vereint MEDIGREIF heute Kliniken, Bildungseinrichtungen, Pflegeangebote und Gesundheitsdienstleistungen an mehreren Standorten in Mecklenburg-Vorpommern und zählt damit zu den bedeutensten Gesundheitsunternehmen der Region.

Prof. Dr. Dietmar Enderlein gab einen Einblick in die Entwicklung der Unternehmensgruppe und schilderte, wie sich historische Gebäude über Jahrzehnte hinweg zu modernen Gesundheits- und Bildungsstandorten entwickeln konnten. Gleichzeitig sprach er offen über die derzeit anspruchsvolle wirtschaftliche Situation im Gesundheitswesen und die Herausforderungen, vor denen viele Einrichtungen stehen und wie hervorragend die MEDIGREIF UG diese Probleme meistert.

Prof. Tolani unterstrich, wie wichtig ihr der direkte Austausch mit Unternehmen und den Menschen vor Ort sei. Die Anliegen, Ideen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger wolle sie aufnehmen und in die Arbeit der Bürgerschaft einbringen. Das Wohl der Stadt müsse dabei stets im Mittelpunkt stehen.

Anschließend führte Katja Enderlein die Gäste über den weitläufigen MEDIGREIF Campus.

Bildung von Anfang an – Ein Blick in die Berufsfachschule Greifswald

Die nächste Station führte zur Berufsfachschule Greifswald. Dort begrüßte Internatsleiter und Koordinator der Reinigung, Herr Möller, die Besuchergruppe und zeigte die vielseitigen Räumlichkeiten.

Besonders lebendig ging es im Hort und in der Kita zu, wo zahlreiche Kinder spielten und die Ferienzeit genossen. Herr Möller stellte die enge Verzahnung der verschiedenen Bildungsbereiche vor und brachte die Philosophie der Unternehmensgruppe mit einem Satz auf den Punkt:

„Bei MEDIGREIF kann man praktisch von der Kita bis ins Berufsleben alt werden.“

Mit derzeit rund 1.100 Schülerinnen und Schülern und neun Ausbildungsberufen gehört die Berufsfachschule zu den bedeutenden Bildungseinrichtungen der Region. Großes Interesse fand außerdem der geplante Schulanbau, der bereits im Herbst beginnen soll. Neben einer neuen Aula entstehen zusätzliche moderne Unterrichts- und Aufenthaltsräume, die die Lernbedingungen weiter verbessern werden.

Auch infrastrukturelle Themen wurden angesprochen. Gemeinsam diskutierte man Ideen, wie Straßenführung und Zufahrtswege künftig optimiert werden könnten, um insbesondere zu Stoßzeiten das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Campus besser zu bewältigen. Anschließend wurden der Sport- und Spielplatz sowie die derzeit erfolgreich verlaufende Sanierung des Turnhallendachs besichtigt.

Selbstbestimmt leben im Alter in der MEDIGREIF Seniorenresidenz

Weiter ging es zur MEDIGREIF Seniorenresidenz, wo Einrichtungsleiterin Frau Voigt die Gäste empfing. Bei der Besichtigung einer Musterwohnung wurde deutlich, warum die Einrichtung häufig als „Neubau mit Hotelservice für Senioren beschrieben wird. Moderne Wohnungen, zahlreiche Serviceangebote und eine hochwertige Ausstattung schaffen ein Umfeld mit hohem Wohnkomfort und größtmöglicher Selbstständigkeit. Die Seniorenresidenz ist vollständig ausgelastet. Dennoch gelingt es dem Team durch flexible Übergangsregelungen, den Wechsel zwischen Aus- und Einzug besonders angenehm für die Bewohner zu gestalten.

 

Moderne Assistenzsysteme für die Zukunft im MEDIGREIF Wohnpark Pappelallee

Im benachbarten Wohnpark Pappelallee übernahm Katja Enderlein die Führung, da Einrichtungsleiter Enrico Belling verhindert war.

Im Mittelpunkt stand die gemeinsam mit dem Verein ILWiA entwickelte Musterwohnung, in der zahlreiche digitale Assistenz- und Smart-Home-Systeme vorgestellt wurden. Sie zeigen eindrucksvoll, wie technische Unterstützung älteren Menschen helfen kann, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Ebenso beeindruckte die bis ins Detail durchdachte seniorengerechte Bauweise. Von großzügigen Bewegungsflächen bis hin zu platzsparenden Schiebetüren in den Bädern. Ergänzt wird das Wohnkonzept durch zahlreiche Freizeit- und Betreuungsangebote in enger Zusammenarbeit mit der MEDIGREIF Pflege-Dienstleistung.

Eine verborgene Parkanlage mitten in Greifswald bietet die MEDIGREIF Parkklinik

Ein Spaziergang führte anschließend durch die weitläufige Parkanlage der MEDIGREIF Parkklinik.

„Viele Menschen kennen diese wunderschöne Parkanlage gar nicht und sind jedes Mal überrascht, wie ruhig und erholsam sie mitten in Greifswald ist“, erklärte Katja Enderlein.

In der Klinik kam es zu einem spontanen Treffen mit Chefarzt Prof. Dr. Hinz, der die medizinischen Schwerpunkte der geriatrischen und orthopädischen Rehabilitation vorstellte. Die Parkklinik gehört gemeinsam mit weiteren Einrichtungen zu den sechs Kliniken der MEDIGREIF Unternehmensgruppe und bietet modernste Rehabilitationsmedizin auf hohem fachlichen Niveau.

Den Abschluss des Greifswalder Rundgangs bildete die Vorstellung des Bereiches Medizinisch-Beruflich Orientierte Rehabilitation (MBOR). Hier werden Menschen gezielt dabei unterstützt, nach Krankheit oder Unfall den Weg zurück in das Berufsleben zu finden. Ein wichtiger Baustein moderner Rehabilitation.

Kulinarischer Auftakt und Medizin auf höchstem Niveau erleben im MEDIGREIF Inselklinikum Heringsdorf

 Am Nachmittag führte die Reise auf die Insel Usedom in das MEDIGREIF Inselklinikum Heringsdorf. In der Inselklinik Heringsdorf Haus Kulm begrüßten Vorstand Dr. Rudolph sowie die Chefärzte Prof. Dr. Schiel und Dr. Haeck die Gäste zunächst mit einem frisch zubereiteten Drei-Gänge-Menü der hauseigenen Küche. In angenehmer Atmosphäre entwickelte sich ein intensiver Austausch über aktuelle Entwicklungen in der psychosomatischen Medizin, die Versorgung von Menschen mit Diabetes sowie über die zunehmende Bedeutung interdisziplinärer Behandlungskonzepte.

Das Haus Kulm ist auf psychosomatische Medizin und Psychotherapie spezialisiert und bietet unter anderem Behandlungen bei Depressionen, Burn-out, chronischen Schmerzen und Angststörungen an.

Freizeitgestalterin Frau Olschewski führte anschließend durch das Haus Kulm. Besichtigt wurden unter anderem das moderne Schwimmbad, die Ganzkörper-Kältekammer sowie die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO). Besonders die Überdruckkammer sorgte für großes Interesse. Die Besucher nahmen sogar selbst darin Platz und informierten sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser innovativen Therapieform. Nebenbei zählt auch die Ganzkörper-Kältetherapie zu den besonderen medizinischen Angeboten des Hauses Kulm.

Ergänzt wurde der Rundgang durch die Besichtigung verschiedener Therapie- und Sporträume sowie der historischen Roten und Weißen Villa, die den besonderen Charakter des Hauses prägen.

Mit dem Funtrain ins Haus Gothensee

 Ein besonderes Erlebnis wartete anschließend vor der Tür: Der MEDIGREIF Funtrain brachte die Gruppe bequem zur MEDIGREIF Inselklinik Haus Gothensee. Mit ihm unternehmen regelmäßig Patienten und Kinder Ausflüge auf der Insel.

Vor Ort übernahm Chefarzt Prof. Dr. Schiel die Führung. Bereits am Eingang warteten die pädagogische Leiterin Frau Voß und zahlreiche Kinder, die gerade gemeinsam einen großen Elefanten im Rahmen eines Therapieprojektes bemalten.

Während des Rundgangs wurden der Pflegestützpunkt, die Wohnbereiche, verschiedene Therapieräume, die Kita, Sporthalle, Sportplatz sowie der große Indoorspielplatz vorgestellt. Passend zum heißen Sommertag machte sich eine Kindergruppe gerade auf den Weg zum Strand, wo Banana-Boat-Fahren auf dem Programm stand.

Das Haus Gothensee ist spezialisiert auf die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen mit Stoffwechsel-, Haut-, Atemwegs- sowie psychischen Erkrankungen und arbeitet dabei eng mit dem benachbarten Haus Kulm zusammen.

Direkt nebenan präsentierte Frau Labahn das MEDIGREIF Elternhaus, das Angehörigen während des Klinikaufenthaltes eine wohnortnahe Unterkunft bietet und damit Familien unterstützt, auch während längerer Behandlungen eng zusammenzubleiben.

Süßer Abschluss und ein Blick in die Zukunft mit MEDIGREIF Ayurveda „Haus Anjali“

Mit dem Funtrain ging es anschließend zurück zum Haus Kulm. Dort lud Prof. Dr. Dietmar Enderlein die gesamte Gruppe zu einem gemeinsamen Eis ein – ein entspannter Ausklang nach einem ereignisreichen Tag.

Bevor die Heimreise angetreten wurde, machte die Delegation noch Halt in Bansin. Dort stellte Einrichtungsleiterin Stefanie Pathirana das zukünftige MEDIGREIF Ayurveda-Hotel „Haus Anjali“ vor. Die Bauarbeiten befinden sich auf der Zielgeraden. Bereits im Herbst 2026 soll das neue Haus am Schloonsee eröffnen und Ayurveda mit moderner Medizin, hochwertiger Hotellerie sowie einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept verbinden. Therapieräume, Restaurant und eine ruhige Lage direkt am Schloonsee schaffen ideale Voraussetzungen für Erholung und Prävention.

Ein Tag, der Lust auf mehr machte

Am Ende eines intensiven Tages zeigte sich Prof. Madeleine Tolani beeindruckt von der Vielfalt der MEDIGREIF Unternehmensgruppe.

„Mich beeindruckt besonders, wie viele Bereiche hier sinnvoll miteinander verzahnt sind – von der Kita über die Ausbildung bis hin zur medizinischen Versorgung und Pflege. Die MEDIGREIF Unternehmensgruppe ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie unternehmerischer Mut und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können.“

Viele der angesprochenen Themen möchte sie in die weitere Arbeit der Bürgerschaft mitnehmen und dort aktiv einbringen. Gleichzeitig wurde deutlich: Um die gesamte Vielfalt der MEDIGREIF Unternehmensgruppe wirklich kennenzulernen, reicht ein einziger Tag kaum aus.

So verabschiedeten sich beide Seiten mit dem gemeinsamen Wunsch, den begonnenen Dialog schon bald fortzusetzen, denn der persönliche Austausch bildet die Grundlage dafür, die Gesundheits- und Sozialversorgung in der Region auch künftig gemeinsam weiterzuentwickeln.

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