Firmen-Einsatz bei Oderflut – Jubilar Stephan Köhler erinnert sich an 25 Jahre im Unternehmen 

 

Firmentreue ist für diesen Mann keine hohle Floskel sondern innere Überzeugung. Gemeint ist Stephan Köhler, der seit 25 Jahren im MEDIGREIF-Unternehmen die Zuverlässigkeit in Person ist. Zu seinem Jubiläum überreichte ihm Unternehmensvorstand, Dr. Stefan Rudolph, im Haus Kulm in Heringsdorf einen prächtigen Blumenstrauß und einen Scheck in stattlicher Höhe. „Ein kräftiges Dankeschön an den Jubilar gehört zu den Prinzipien unseres Unternehmens, denn wir sind wie eine große Familie. Jeder Mitarbeiter ist ein wichtiges Rädchen, damit der Betrieb zum Wohle der Patienten reibungslos läuft.“

Seit einem Vierteljahrhundert gehört der 55-Jährige zu den „guten Geistern“ bei Medigreif. Stephan Köhler ist einer der Haustechniker die für die Häuser der Inselklinik Haus Kulm, Haus Gothensee und der Fachklinik für Mutter und Kind zuständig sind. Genau kann sich der Usedomer noch an das Jahr 2000 erinnern, als alles anfing. Er, der gelernte Agro-Techniker, hatte am 1. April begonnen und erzählt, dass damals alles anders war als heute. „So bestand in den ersten Jahren ein wesentlicher Teil meiner Arbeit aus Fahrdienst. Mit einem VW-Bus mussten die Patienten aus Hamburg, Berlin, Braunschweig und vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern abgeholt werden.“ Als besonders beschwerlich empfand er die Tatsache, dass viele Gäste zu der Zeit noch Kriegsversehrte aus dem 2. Weltkrieg waren. „Sie brauchten besondere Hilfe bei den Transporten, wenn Arme oder Beine fehlten.“ An eine Fahrt mit besonderer Dramatik erinnerte er sich noch heute mit Schrecken, aber auch gleichzeitig mit Zufriedenheit. „Bei einem Transport erlitt ein älterer Patient Höhe Anklam eine Herzattacke. Ich begann mit Herzdruckmassage, andere Mitfahrer halfen auch und so konnte ich den Mann noch zur Klinik nach Karlsburg bringen. Es ging um Minuten. Zum Glück ging alles positiv aus, der Mann überlebte“, so Köhler.

Zurück zu den Anfangsjahren des Jubilars. Ganz ungewöhnlich war sein Einsatz im Jahr 2002. Damals gehörten in Sachsen-Anhalt um Magdeburg herum noch einige Krankenhäuser zum Unternehmen. „Hochwasser von Elbe und Oder bedrohte die Umgebung und viele Bewohner in den betroffenen Gebieten mussten evakuiert werden. Auch Krankenhäuser von uns waren gefährdet.“ Kurzentschlossen beorderte die Unternehmensleitung Stephan Köhler und weitere Mitarbeiter ins betroffene Gebiet. „Wir mussten Sandsäcke füllen und die Kliniken mit diesen Barrikaden schützen“, so der 55-Jährige.

Inzwischen gibt es keine Patiententransporte und Fluteinsätze mehr für Stephan Köhler und seine 4 Kollegen aus der Haustechnik. „Wir sind überall da, wo es Probleme gibt“. Sei es bei Verstopfungen der Sanitärbereiche, Problemen mit der Elektrik, bei Umbauten oder Renovierungen. „Mädchen für alles“, schmunzelt der Hobby-Angler, der privat auf diese Weise gerne an der Peene oder dem Achterwasser abschaltet.

Stephan Köhler möchte bei MEDIGREIF bis zur Rente bleiben, weil er die Arbeit in den Häusern liebt. Dazu lobt er das gute Betriebsklima. Und: Eine Tätigkeit in Heringsdorf bereitet ihm besonders viel Spaß. Einige Male pro Woche steuert er die MEDIGREIF Bimmelbahn. „Große Freude bereiten mir die Fahrten mit den Kindern und auch mit den älteren Patienten, wenn ich montags und freitags von April bis Oktober meine hellblaue Bahn steuern darf.“

Übrigens: Den für das Fahren der Bimmelbahn nötigen Führerschein hat MEDIGREIF bezahlt. „Einfach toll“, strahlt der Jubilar.

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