10

Unternehmen

750 +

Angestellte

35

Jahre Erfahrung

10.000 +

zufriedene Patienten

Sie gehören zweifellos zu den Visitenkarten im Unternehmen: Die Rezeptionen in Heringsdorf vom Haus Gothensee und der Inselklinik Haus Kulm. Hier, kurz hinter den Eingangsportalen, entscheidet sich binnen einiger Minuten, ob die Patienten mit einem guten Gefühl ihren mehrwöchigen Kuraufenthalt beginnen. So tragen die Frauen und der eine Mann am Empfang der Häuser eine große Verantwortung bei MEDIGREIF. Stets aufgeschlossen und auch in schwierigen Situationen beim Miteinander mit den Patienten freundlich bleiben.

Wir besuchten Doreen Prüfert und Nicole Joeks – unsere Mitarbeiterinnen vor Ort: Die Heringsdorferin Doreen Prüfert (58) gehört zum Dreierteam im Haus Gothensee. Zusammen mit Jana Labahn und Ralf Bruder ist sie die erste Anlaufadresse für die Patienten, die sich für mehrere Wochen in der Klinik wohlfühlen sollen. Die Usedomerin kommt vom Fach, denn bevor sie vor 5 Jahren ins Unternehmen einstieg, war sie 17 Jahren in den Rezeptionen von Hotels in Bansin und Ahlbeck tätig. „Ich hatte somit schon reichlich Erfahrung mit Gästen sammeln können“, sagt Doreen Prüfert. Allerdings sei die Arbeit mit Patienten eine ganz andere, als vormals mit Urlaubsgästen. „Vergleichsweise ist hier die Verantwortung eine ganz andere, als mit Touristen.“ Tatsächlich spricht allein die Anzahl der Gäste von 150 und mehr im Haus Gothensee für sich. „Papierkrieg“ ist hier schon bei der Ankunft der Mütter, Väter (eher selten) und Kinder angesagt. 3 Anreiseformulare müssen ausgefüllt, Kurkarten und Parkausweise ausgegeben werden – dazu Internet-Tickets oder auch die kostenfreien Schüler-Fahrscheine. Überhaupt ist die Kassenführung ein wichtiger Teil des Rezeptionsteams. So werden 10 Euro Tagegeld erhoben, Briefmarken werden verkauft. Dazu kommt wichtige Aktenführung pro Patient.

Langeweile kommt bei Doreen Prüfert nicht auf, denn täglich gibt es Rückfragen zu den Rehaplänen, die wöchentlich ausgegeben werden. „Obwohl alles organisatorisch sehr gut vorgegeben wird, sind wir Auskunftsstelle.“ Überhaupt ist durch die der Rezeption vorgelagerten Cafeteria und einem Spiel-Sitzbereich immer Trubel vor dem Empfangs-Glaskasten. „Ja, unser Team braucht gute Nerven“, lächelt die 58-Jährige. Sie teilt sich mit den Kollegen den Schichtdienst, der wegen der Öffnungszeiten nötig ist (täglich von 7-19 Uhr, Sa./So. 8-14 Uhr).

Doreen Prüfert arbeitet gern bei MEDIGREIF: „Jeder Tag ist anders und da ich gerne mit Menschen arbeite, gibt es für mich nur positiven Stress.“ Das liegt sicher auch an den Patienten, die sich in Gothensee wohlfühlen. An massiven Ärger kann sich Doreen Prüfert in all den Jahren nicht erinnern. „Mitunter bleiben Meinungsverschiedenheiten nicht aus, aber schließlich gewinnt immer das Lächeln in unserem Haus.“

Cirka 500 Meter Luftlinie vom Haus Gothensee entfernt, finden wir die Rezeption im Haus Kulm der Inselklinik. Hier ist seit März 2021 Nicole Joeks die erste Ansprechpartnerin für die Reha-Gäste. Zusammen mit Sylvia Schultz und Andrea Kraft sorgt sie für einen reibungslosen Ablauf bei An- und Abreise. Wobei die Begrüßung und Verabschiedung nur einen Bruchteil ihrer Aufgaben ausmacht.

Die 40-Jährige hat auch Rezeptions-Erfahrung sammeln können, bevor sie bei MEDIGREIF anfing. Viele Jahre arbeitete sie am Empfang des großen Campingplatzes in Kölpinsee/Stubbenfelde. Von einer Freundin hörte sie, dass an der Rezeption im Haus Kulm eine Mitarbeiterin gesucht wurde. Auf Anhieb klappte die Einstellung und Nicole hat es bis heute nicht bereut. Auch sie freut sich, wenn sie fast täglich neue Menschen kennenlernt. „Dabei ist es oft sensationell, wie Männer und Frauen sich im Laufe der Kur verändern. Unsere Reha-Maßnahmen wirken offenbar oft Wunder“, erzählt sie. „Manchmal erkennt man die Patienten nicht wieder. Im Vergleich zur Anreise verlassen Sie unser Haus meist aufgeschlossen und zufrieden“.

Auch an der Rezeption Kulmstraße wird vieles verwaltungstechnisch erledigt: An- und Abreiseformulare ausfüllen, Kurkartenausgabe, Postverteilung und Ausgabe von Therapieplänen gehören dazu. „Ansonsten müssen wir täglich viele Fragen der Patienten beantworten.“ Dazu zählen Ausflugstipps, denn während freier Zeit während der Kur möchten viele Hausgäste die Insel Usedom erkunden. Auch der Besuch von Konzerten und Theaterstücken (Blechbüchse Zinnowitz) ist beliebt. Allerdings gibt es bei derartigen Vorhaben oft Schwierigkeiten, weiß Nicole: „In unserem Haus ist um 22.30 Uhr Zapfenstreich. Da muss jeder ohne Ausnahme hier sein. Allerdings sieht das nicht jeder ein und wir müssen auf nette Art vermitteln, dass wir kein Hotel sind, sondern eine Rehaklinik.“ Auch das Alkoholverbot (maximal 0,2 Promille erlaubt) stößt mitunter auf wenig Verständnis. Allerdings gehört es auch in den Bereich der Rezeptionisten, diesbezüglich ein wachsames Auge zu haben.

Erinnert sich Nicole Joeks noch an besonders stressige Zeiten? Da fällt ihr sofort die Phase von Corona ein. „Laufend mussten wir die Patienten und uns testen. Das war sehr mühsam, doch der Betrieb musste weiterlaufen und daher unumgänglich.“

Gerne erzählt die 40-Jährige von den vielen Patienten, die zum Schluss oder auch zwischendurch mit kleinen Präsenten den drei Damen der Rezeption mit Geschenken „Dankeschön“ sagen. So stehen in den Vitrinen im Empfang kleine Bilder, Fotos, Bastelarbeiten oder bemalte Steine. Auch Blumensträuße gibt es gern zum Abschied. So war Christopher Gehlmann aus Nettetal (NRW) nach sieben Wochen Kur ganz begeistert: „Bei 10 Punkten Höchstzahl würde ich 12 geben. Mein Aufenthalt war ein toller Erfolg. Dank an die Ärzte, Schwestern und allen Mitarbeitern – besonders den Damen der Rezeption.“ Der 38-Jährige war im Haus Kulm wegen psychischer Belastungen.

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