Seit 1. September gibt es ein neues Gesicht, einen neuen Vorstand, am Standort Heringsdorf und in der MEDIGREIF Unternehmensgruppe – sein Name: Dr. Stefan Rudolph, 61 Jahre jung, verheiratet, 2 Kinder, 4 Enkelkinder, Staatssekretär a.D., seit 1998 CDU-Mitglied und Hobbybäcker. Wer ist der neue Mann, woher kommt er dem einen oder anderen vielleicht schon bekannt vor und warum ist er jetzt bei uns? Welche Visionen und Ziele bringt er mit und wie möchte er diese erreichen? Wie tickt der Mann hinter dem großen Namen aus der Landespolitik?
In diesem Interview haben wir nachgefragt und versucht, etwas hinter die Kulissen zu schauen.
Herr Dr. Rudolph, wie haben Sie die ersten Tage hier verbracht und wie fühlen Sie sich aktuell?
Ich fühle mich sehr wohl. Von Anbeginn bin ich mit hohem Respekt vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis hin zum Vorstand und zur Geschäftsführung der gesamten MEDIGREIF UNTERNEHMENSGRUPPE gestartet. Und jeden Tag lerne ich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen und das in den verschiedensten Aufgabenbereichen.
Alle erlebe ich als professionell und hoch motiviert in dem was sie tun. Mein Respekt vor dem gesamten Team erneuert sich tagtäglich. So verschieden eine jede und ein jeder auch ist, alle eint die Identifikation mit der MEDIGREIF. Das ist schon außergewöhnlich gut.
Wie würden Sie sich selbst beschreiben – was für ein Mensch sind Sie?
Mich selber zu beschreiben macht mich erst einmal nachdenklich. Sagen wir mal so, Stefan Rudolph ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen, nahbar, auch bodenständig und geht auf andere gern zu. Ich mag das Leben im ruhigen Umfeld als Ausgleich zum oft sehr fordernden Arbeitsalltag. Im Urlaub zieht es mich in den Süden. Aber natürlich bin ich auch gern in unserem wunderschönen Bundesland unterwegs, beruflich wie privat. Schließlich arbeiten wir alle dort, wo andere Urlaub machen.
Klingt erst einmal ganz „normal“. Es gibt tatsächlich Menschen um Sie herum, die Sie als echtes „Arbeitstier“ bezeichnen. Sind Sie ein Arbeitstier?
Ein Arbeitstier? Ich kann dazu nur sagen, dass ich wirklich gern und bereits mein Leben lang arbeite. Und wenn man etwas gern macht, dann merkt man oft gar nicht, wieviel Zeit, auch Lebenszeit, man persönlich tagtäglich investiert, das kennen Sie ja sicherlich auch. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass ich erst nachts meine Mails beantworten oder Vorgänge durchsehen kann. Aber das ist auch nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass die Aufgabe zu einem passt.
Was meinen Sie konkret damit?
Wissen Sie, wenn mich meine bisherigen beruflichen Verwendungen, ob in der Landespolizei oder in anderen Zweigen des Geschäftsbereiches des Innenministeriums, ob beim Landesrechnungshof oder in der Landesregierung, eines gelehrt haben, dann dies: Es gibt keine Aufgaben von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die weniger oder mehr wert sind, die wichtiger oder unwichtiger oder mehr oder weniger bedeutsam sind, als die Aufgaben der anderen. Wer das nicht erkennt, hat wenig bis gar nichts verstanden.
Eine jede und ein jeder mit Engagement, Teamgeist und Freude an der Arbeit im Unternehmen wird gebraucht und verdient den Respekt des Gegenübers. Ich spreche und arbeite nicht mit Maschinen. Ich spreche und arbeite mit Menschen. Die Würde des Menschen ist durch unsere Verfassung geschützt, keine Frage. Aber auch so leben, sich auch so verhalten, das müssen wir alle selber tun. Und der Respekt sowie ein Vertrauensvorschuss dem anderen gegenüber gehören dazu. Davon bin ich zutiefst überzeugt.
Ich persönlich habe schon Mails und Nachrichten von Ihnen um 2.54 Uhr nachts bekommen. Deshalb auch diese Frage: Wie viel Schlaf brauchen Sie im Durchschnitt?
Oh, da hatte ich wohl die Zeit aus den Augen verloren. Bitte entschuldigen Sie. Und die Regel darf so etwas auch nicht sein. Ich komme sehr gut mit 4-5 Stunden Schlaf täglich aus, wenn er gut ist. Natürlich gibt es auch Phasen, wo man den Kopf sprichwörtlich „voll“ hat, sehr viel nachdenkt und vieles zugleich abwägen muss, obwohl man eigentlich abschalten sollte. Das ist dann auch für mich anstrengend. Und es ist wohl auch mehr eine Schwäche als eine Stärke von mir.
Spannend. Seit wann kennen Sie die MEDIGREIF UNTERNEHMENSGRUPPE?
Das kann ich Ihnen relativ genau sagen. Mit der Regierungsneubildung im November 2006 wurde ich erstmals zum Staatssekretär und Amtschef im damaligen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus unseres Landes ernannt. Zu meinem Geschäftsbereich gehörte auch die Gesundheitswirtschaft unseres Landes. Der Vorstandsvorsitzende der MEDIGREIF UNTERNEHMENSGRUPPE, Prof. Dr. Dietmar Enderlein, gehörte zu den Premium-Playern im Kuratorium für Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern, in dem wir eng zusammenarbeiteten. Hier lernte ich dann auch Frau Katja Enderlein kennen und schätzen. Bis heute setzt sie als Strategiegruppenleiterin im Kuratorium Gesundheitswirtschaft wichtige Pflöcke im Land zum Wohle tausender Patientinnen und Patienten ein, und das mit hohem Fachwissen und Charme.
Ja, seit nunmehr beinahe 18 Jahren kenne ich die MEDIGREIF UNTERNEHMENSGRUPPE, einer der größten Arbeitgeber in Vorpommern überhaupt. Das ich persönlich mal in die Gruppe wechseln würde, dass hatte ich zu dieser Zeit jedoch nicht auf dem Schirm, wie man so schön sagt.
Da kann man ja wirklich von einer langjährigen Verbundenheit sprechen.
Absolut! (lächelt und nickt zustimmend)
Und nun gehören Sie selber zu uns. Wo sehen Sie die MEDIGREIF Inselklinik-Gruppe in der Zukunft?
Ich sehe unsere Inselklinik-Gruppe heute und ebenso in der Zukunft als einen etablierten, festen und organischen Bestandteil der MEDIGREIF-UNTERNEHMENSGRUPPE, mit wachsenden Gesundheitsangeboten.
Warum?
Vor unserem Interview habe ich gemeinsam mit unseren Chefärztinnen und Chefärzten, mit unseren Pflegedienstleitungen, unserer Kaufmännischen Leitung, unseren Küchenleitungen und unserer Wirtschaftsleitung besprochen, wie wir die vor uns stehenden Herausforderungen nicht nur meistern wollen, sondern auch meistern werden. Dabei ist es für die große MEDIGREIF UNTERNEHMENSGRUPPE so unendlich wertvoll, auch auf die hohe sowohl ärztliche, medizinische, pflegerische, kaufmännische sowie Wirtschafts- und Versorgungskompetenz aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eben auch unserer Inselklinik-Gruppe Usedom bauen zu können. Wir gehören mit zum Fundament des Unternehmens. Und wir wissen um unser Potenzial, uns in der großen MEDIGREIF UNTERNEHMENSGRUPPE noch passgenauer abzustimmen, noch mehr gemeinsam auf Lieferanten und Dienstleister zuzugehen, unternehmensgruppenweite IT-Standards auszurollen und so die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an und mit unseren Patienten einerseits und in den verwaltenden Bereichen andererseits weiter zu modernisieren und Synergien zu heben. So geht Zukunft!
Ich meine, tragfähige Zukunft baut sich nicht in dem man sie herbeiredet. Tragfähige Zukunft muss tagtäglich und immer wieder neu erarbeitet werden! Wer, wenn nicht wir, hat das Zeug dazu?! Wir können das.
Herr Dr. Rudolph, Sie identifizieren sich sehr mit MEDIGREIF, das kann man spüren.
Ja, das stimmt! MEDIGREIF ist für mich mehr als ein Unternehmensname. Vielmehr steht die MEDIGREIF für Werte, die auch mir wichtig sind, u. a. für:
- Medizinische und ärztliche Kunst,
- Innovation,
- Gesundheitliche Rehabilitation,
- Engagement,
- Integration und Teilhabe sowie
- Freude,
Darauf können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen zu Recht stolz sein. Ich freue mich auf unser so enges Bei- und Miteinander und auf unsere auch weiterhin tolle Zusammenarbeit!
„Vielen Dank für die ehrlichen Antworten und persönlichen Einblicke. Wir freuen uns ebenso auf die weitere gemeinsame Zeit und wünschen weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Arbeit!“
Dieses Interview führte Ulf Mauderer, Prokurist und Referent der Geschäftsführung der MEDIGREIF Parkklinik
Statement Prof. Dr. Enderlein
Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, meine Damen und Herren,
eine neue Ära in der Führung der MEDIGREIF Inselklinik-Gruppe hat begonnen! Ich freue mich, Ihnen Dr. Stefan Rudolph als neues Mitglied des Vorstandes vorstellen zu können.
Ich habe mir eine große und wichtige Aufgabe vorgenommen, die ich natürlich auch mit dem besten Ergebnis erfüllen möchte. Da ich in den kommenden Jahren beabsichtige, noch einige Projekte erfolgreich umzusetzen und die Führung der einzelnen Standorte neu aufzustellen, müssen die Verantwortungen neu delegiert und in vertrauensvolle Hände übergeben werden. Dr. Stefan Rudolph ist einer der Menschen, die mich bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Ämtern und Funktionen begleiten. Aus einer anfänglich guten, später sehr engen und heute absolut vertrauensvollen Zusammenarbeit ist eine persönliche Freundschaft entstanden. Und wer könnte denn besser – neben der eigenen Familie – in meinem Sinne die Zügel des Unternehmens weiter in der Hand halten, als einer der engsten Vertrauten? Bitte glauben Sie mir: mit diesem personellen Zuwachs ist uns etwas Großes gelungen!
„Lieber Dr. Rudolf, lieber Stefan,
ich freue mich auf eine spannende und erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne einer weiteren positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe – herzlich willkommen in der MEDIGREIF-Familie!
Ihnen und uns allen wünsche ich eine gesunde, sichere sowie erfolgreiche Zukunft, denn gemeinsam können wir Großartiges erreichen! Lassen Sie uns jetzt damit beginnen!
Herzlichst
Ihr Prof. Dr. Dietmar Enderlein“
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